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Rezepte
Ein Stück Pastiera ist immer ein willkommener Anlass für eine Tasse Kaffee und eine Pause; eine Pause ist stets ein guter Grund für ein Stück Pastiera und einen Kaffee; und ein Kaffee ist jederzeit die Gelegenheit für eine Pause und ein Stück Pastiera. Kurz gesagt, die Pastiera ist so schmackhaft, dass man ungern die Möglichkeit versäumt, sich ein Stückchen zu gönnen. Folglich bäckt man zu Ostern mehr als nur einen dieser Kuchen; zwei oder drei sind die Regel, aber die besten Köche kennen hier keine Obergrenze…
Zu Ostern gehört dieses gefüllte Brot für jeden Neapolitaner beinahe zum „Pflichtprogramm“. Man findet es in zwei Varianten, die sich geringfügig unterscheiden: Casatiello oder Tortano. Dieses üppige Brot, das viele Tage lang weich und frisch bleibt, ist ein fixer Bestandteil des Jausenbündels für den Ostermontagsausflug: Eine Scheibe von Casatiello oder Tortano, ein Glas Rotwein, frisches Obst und eine Wiese, wo man unter der Sonne liegen kann. Herrlich!
Die Triestiner Jota ist ein altes traditionelles Suppenrezept mit Sauerkraut, Bohnen und Schweinefleisch. Es ist die typische Speise der Winter- oder Weihnachtstage. Ein antikes Gericht, dessen Name aus der Römerzeit vom lateinischen Begriff Jutta zu stammen scheint, was buchstäblich „matschige Brühe“ bedeutet. Die verschiedenen Versionen dieser Suppe findet man im friaulischen Karstgebiet wie auch über die italienische Grenze hinaus bis nach Dalmatien. Das Rezept aus Triest, das vielleicht das verbreitetste ist, unterscheidet sich von den anderen durch die Verwendung von Sauerkraut.
Auf italienisch „Zuppa forte di cozze“. „Süß, salzig und würzig“ sind das Geheimnis und die Aromen dieses Gerichts. Diese leckere und pikante Suppe wird in der Regel als Vorspeise serviert, aber in größeren Portionen mit einem grünen Salat dazu ist sie die ideale Mahlzeit für einen warmen Frühlingsabend. Man isst sie mit einer Fresella oder mit Croûtons.
Manuela hat sich gefragt, wie man Mamas eine Freude machen kann. Selbst Mama und kreative Zuckerbäckerin kam ihr eine geniale Idee: eine deliziöse Apfelrose, die fantastisch schmeckt. Kein großer Aufwand. Köstliche Zutaten. Einfach zu formen. Mhhmm… geschmackvoll! So hat Manuela entschieden ihre und alle Mamas zu feiern – mit einer neuen Kreation aus ihrer Zuckerbäckerkunst…
Ein Primo, das der Inbegriff jener zwei Aromen ist, welche die neapolitanische Küche ausmachen: Basilikum und Zitrone. Wenige Minuten reichen für die Zubereitung dieses Rezepts – ideal nach einem Arbeitstag: minimaler Aufwand, maximale Genuss. Heutzutage gibt es viele Rezepte für eine Pasta mit Zitrone, dieses aber, falls es nicht sogar zu den ältesten gehört, kommt jedenfalls aus der Vergangenheit…
„Carne alla pizzaiola“ ist der Originalname dieses Rezepts. Es handelt sich um kleine dünne Rindschnitzel, gebraten in Nativem Olivenöl Extra mit Tomaten und typischen Aromen wie Knoblauch und Oregano. Diese Rezept ist ein kleines Stück der Volksernährungsgeschichte der Stadt Neapel. In der Vergangenheit stellten Pizzabäcker eine Backform mit Tomatenresten, Knoblauchzehen, Oregano …
„Bucatini alla poverella“ buchstäblich Bucatini „auf die Art der Armen“, ist eine leckere Speise, die wegen mancher Zutaten an die römische Carbonara erinnert, sich aber in Vorbereitung und Geschmack von ihr stark unterscheidet und absolut „Made in Naples“ ist. Diese Speise war in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg sehr verbreitet und beliebt unter den Neapolitanern. In dieser Zeit waren Eier und Schmalz für jede Geldbörse leistbar.
Spargel und Parmaschinken, eine köstliche Kombination. Wenn von italienischer Küche gesprochen wird, geht der erste Gedanke sicher nicht zur lombardischen Küche, sondern eher zu Gerichten, die heute zu den geläufigsten Stereotypen der Küche des „bel paese“ gehören, wie Spaghetti oder Pizza. Jedoch ist die Küche der Lombardei sowie jene ihrer Hauptstadt Mailand eine Fundgrube für kleine Schätze …
Der delikate Geschmack der Goldbrasse kombiniert mit der süßen Säure des Orangensafts. Eine Kombination, die nie langweilig wird. Unbedingt ausprobieren! Eine köstliche Art, eine Dorade zu genießen. Das Rezept stammt von einem sehr ähnlichen Rezept, bei dem die Säure nur durch Wein zugegeben wird. Einige halten das Würzen von Seebrassen mit Orangensaft für eine moderne Erfindung. In Wahrheit ist das in einigen Stadtteilen von Neapel eine alte Tradition …
Hier handelt es sich um eine Art Eintopfsuppe, in der die Pasta direkt gekocht wird. Diese alte Kochtechnik ist typisch für viele Regionen Süditaliens. Es existieren dutzende Rezeptvarianten. Für dieses Gericht verwenden wir als Hauptzutat Zucchini, aber mit der gleichen Kochtechnik kann man eine Minestra di pasta mit vielen anderen Gemüsesorten wie Kürbis, Karfiol etc. oder Hülsenfrüchten und mit Zugabe von Muscheln, Fisch oder Fleisch vorbereiten.
Hühnerkeule mit gelben und roten Paprika, ein Rezept aus dem Herzen der römischen Küche. Die „Sora Lella“ ist heute eine Trattoria, die sich auf der Tiberinsel in Rom befindet. Die Trattoria hat ihren Namen von ihrer Gründerin, Elena Fabrizi, in Italien für alle als „Sora Lella“ bekannt. Sie war die Schwester des berühmten Schauspielers, Aldo Fabrizi, unter anderem bekannt für den Film von Rosellini „Rom, offene Stadt“ …
Risotto Mailänder Art ist die deutsche Übersetzung für den Archetyp aller Risottos. Auch Safran- oder gelbes Risotto genannt, ist es der erste köstliche Schritt in die Welt dieser Kochtechnik. In wenigen simplen Schritten und mit wenigen Zutaten lässt sich dieses Risotto in nur 14 Minuten vorbereiten. Das Rösten des Reises, das Ablöschen mit Wein, das Ziehen des Risottos mit Brühe, das Emulgieren mit Butter und Parmesan sind Ecksteine der Risotto-Kochtechnik.
Scaloppine di vitello al Limone, so heißt auf Italienisch dieses Rezept. Ist einfach in der Zubereitung, jedoch sehr aromatisch und frisch im Geschmack. Typisch für die sorrentinische Küste im Golf von Neapel ist es mit der Zeit auch ein Klassiker in der neapolitanischen Küche geworden. Diese Speise lässt sich sehr gut auch mit Hühnerschnitzeln…
Pasta auf Art der neapolitanischen Schuhmacher. Eine weit verbreitete Legende erzählt, dass diese Speise von den Frauen und Töchtern der Schumacher des neapolitanischen Bezirks „Quartieri spagnoli“ erfunden wurde. „Scarpariello“ bedeutet auf neapolitanischen Dialekt buchstäblich „Schuhmacher“. Die Legende beschreibt …
Dieses Rezept ist ein Klassiker der römischen Küche. Die Romanesco-Artischocken sind ein typisches Produkt der Region Latium vor allem rund um Rom. Die Extravergine-Öle aus der Gegend der Sabina haben meist einen leicht bitteren und pfeffrigen Geschmack mit Aromen von reifen Artischocken. Diese einfache Speise kombiniert diese Geschmäcker zu einem wahren Fest.
Nicht alle kennen sich mit Artischocken aus. Man weiß nicht wie sie geputzt werden sollen, oder was für Gerichte mit diesem fantastischen Gemüse möglich sind. Dieses Risotto ist eine gute Möglichkeit für Anfänger, die dieses Gemüse noch nicht kennen und sich mit Artischocken beschäftigen wollen.
Die Puttanesca-Sauce ist ein Klassiker der italienischen Küche. Manche legen den Geburtsort diese Speise nach Neapel, andere nach Rom, aber sie wird in ganz Italien vorbereitet, in vielen Variationen. Der Name Puttanesca bedeutet buchstäblich „Auf Hurenart“.
Einkaufskorb
Umami ist der fünfte Geschmack, der im letzten Jahrhundert zu den vier Grundgeschmacksrichtungen – süß, salzig, sauer, bitter – hinzugefügt wurde. Seinen Namen erhielt der fünfte Geschmack von Ikeda Kikunae, Chemie-Professor an der Universität Tokio, der 1907 eine Ähnlichkeit zwischen dem Geschmack der getrockneten Kombu-Alge
Tipps
Zwischen Gassen und atemberaubenden Aussichten; Neapel – die Stadt der Kunst des guten Lebens.
Um dreiviertel sechs Uhr morgens beginnt die Sonne vor der stillen Stadt, die sich über das Klischee hinwegsetzt, dass sie immer chaotisch und laut ist, den Himmel hinter dem Vesuv in goldenes Licht zu tauchen. Der Schatten des Vulkans erstreckt sich über den Golf und versucht, die Küstenlinie von Neapel zu berühren.
Vier Tage zwischen Triest und dem Collio gemeinsam mit Dario & Manuela Santangelo Kochbuchautoren auf Entdeckungsreise der „Bianchera belica“-Olive und ihrem außergewöhnlichen Öl, der Meeresküche und der Tradition der triestinischen Kaffeerösterei. Das Collio und seine Weine zum Kosten – zusammen mit lokalem Käse und Bio-Produkten aus der Gegend. Dein Weg in terre del SUD ist jetzt für Oktober buchbar.
Es gibt kein Meer ohne sein Salz. Dies gilt auch für Andrea Cipriano und Carmela Bisogno. Sie sind das Salz des kleine blauen Meeres, das sich in einem Winkel von Mariahilf in Wien befindet und cucinaCipriano heißt. cucinaCipriano ist „das Restaurant“ für Fischliebhaber in Wien. Durch erstklassigen Rohstoff und jahrzehntelange Erfahrung von Chef Cipriano ist die Gaumenfreude garantiert.
Ein typisches Gericht der neapolitanischen Küche ist die Montanara. Eine kleine frittierte Pizza, wulstig, knusprig und mit Knoblauch-Tomatensauce belegt. Man muss sie probieren, um herauszufinden, wie lecker sie ist! Jede Beschreibung, wiewohl sie auch den Mund mit Speichel und die Sinne mit Begehren füllen mag, hält einer direkten Erfahrung nicht stand. Für diejenigen, die in Wien leben oder auf der Durchreise sind, ist dieses Erlebnis jetzt möglich.
Es war 2017, dass die Kunst der neapolitanischen Pizzabäcker UNESCO-Weltkulturerbe geworden ist. Aber viel länger schon übt Pizza-Chef Luigi De Felice diese Kunst in Wien zur Freude aller Liebhaber dieser Delikatesse aus. De Felice, gebürtige Neapolitaner, ist nicht nur ein exzellenter Pizzabäcker, sondern auch eine anerkannter Ausbildner dieses geschützten Kunsthandwerks.
Radicchio, Artischocken, Endivien, Cime di Rapa, Puntarelle, belgische Endivien „Chicorée“, Rucola und viele andere sind typische Wintergemüse, die eine Gemeinsamkeit haben – sie sind sogenannte Bittergemüse. Was bedeutet, dass dieses Gemüse reich an Polyphenolen ist, Substanzen mit einer starken antioxidativen Wirkung …
Gastrosophie
Weihnachtliches Backen ist ein Herzstück der Gebräuche jedes christlichen Landes. Es ist die jährlich wiederkehrende Erkenntnis der eigenen Wurzeln in Form eines Rituals, das unter der Verpflichtung gegenüber der Tradition ein intensiv aromatisches Vergnügen darstellt. Es ist ein Brauch aus köstlichen Freuden, die man für sich selbst immer wieder entdeckt und gleichzeitig denen, die wir lieben, stolz anbieten.
Den Umami-Gescmack findet sich schon vor 2000 Jahren in der Küche der Römer als Fischsauce, dem Garum. Obwohl die Entdeckung des „Umami“ auf das Jahr 1907 und der Beginn der Kodifizierung auf 1920 zurückgehen, begleitet der salzig/aromatische Geschmack die kulinarischen Entscheidungen und Erfindungen des Menschen praktisch seit immer.
Zu Beginn jeder Reise stehen zwei Gewissheiten: der Ausgangspunkt und der gewählte Zielpunkt. Alles was zwischen diesen beiden Punkten liegt – wobei einer sicher und der andere oft nur eine Hoffnung ist – kann simples, manchmal langweiliges Warten sein oder ein Abenteuer.